"Ab damit in den Papierkorb!", das meint die Polizei zu einer "Benachrichtigung", die am Mittwoch bei zahlreichen Mitbürgen im Briefkasten lag und zu vielen besorgten Anrufen bei den Ordnungshütern führte. Demnach hatten die Angeschriebenen einen Brief erhalten, der namentlich an sie gerichtet war und von einer angeblichen spanischen Anwaltskanzlei mit Sitz in Italien stammte. In dem von Portugal aus versandten Schreiben wird von einem angeblichen Todesfall und einem daraus resultierenden großen Erbe berichtet; wegen einer Namensgleichheit mit dem Verstorbenen habe der Empfänger des Briefes möglicherweise ein Anrecht auf die genannte Summe. Der Angeschriebene wird weiterhin aufgefordert, sich mit dem Absender des Briefes in Verbindung zu setzen. Die Polizei rät dringend davon ab, dieser verlockenden Aufforderung nachzukommen und Kontakt mit dem Absender aufzunehmen. Hier bestehe der dringende Verdacht, dass wohl jemand versucht, zunächst engeren Kontakt zu einem unbedarften Interessenten aufzunehmen um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. In der Folge wird dann regelmäßig gefordert, für angeblich erforderliche Tätigkeiten wie etwa Behördengänge eine "Bearbeitungsgebühr" zu entrichten und den Betrag ins Ausland zu überweisen; dann allerdings hört und sieht der Zahler nie wieder etwas von den Kontaktleuten. Der Aufmacher einer Mitteilung per Postbrief ist recht neu, die Masche allerdings nicht. In der Regel versuchen dubiose Geschäftemacher aus dem Ausland meist per Mail, mit der gleichen Methode an das Geld gutgläubiger Mitbürger zu kommen. Im konkreten Fall sollte die Mitteilung unbeachtet bleiben und am Besten in den Papierkorb wandern.