Drei junge Männer stehen seit kurzem im dringenden Verdacht, auf mehreren Friedhöfen ihr Unwesen getrieben und den dort vorgefundenen Grabschmuck geklaut zu haben. Auf die Spur der 17, 18 und 22 Jahre alten Männer war die Polizei durch einen Hinweis aus dem Metallhandel gekommen. Hier hatten zwei der Verdächtigen verschiedene sakrale Gegenstände aus Buntmetall, darunter typische Schalen und beinahe meterhohe Madonnen-Figuren, zum Kauf angeboten, was den Geschäftsleuten sehr suspekt vorkam. Die sofort eingeschalteten Ermittler staunten nicht schlecht, als sie bei den beiden Festgenommenen weitere Sachen fanden, die eigentlich nur von Friedhöfen stammen konnten; außerdem stellten die Beamten Bankkarten und Ausweise sicher, die offensichtlich aus weiteren Diebstählen stammten. Die drei Probanten gaben denn auch einige Klauereien zu und benannten als Orte ihrer Aktivitäten Bruchköbel, Biebergemünd und Wirtheim. Zwei Männer des Trios konnten nach ihren Vernehmungen und den sich anschließenden Maßnahmen wieder freien Fußes nachhause zurück. Das galt aber nicht für den 18-Jährigen, der vom Untersuchungsrichter für die nächste Zeit in eine Frankfurter Vollzugsanstalt geschickt wurde. Ob die drei mutmaßlichen Metalldiebe auch noch für andere Taten dieser Art infrage kommen, werden die angelaufenen Ermittlungen zeigen.